David Krützkamp

David-KruetzkampAm Ende des Tages bleiben die Bilder. Solche, die jeder – in welcher Form auch immer – schonmal gesehen hat. Solche, bei denen man oft genauer hinsehen muss, um überhaupt das Besondere daran zu erkennen. Solche, die man manchmal auch ganz schnell wieder vergisst. Durch die Songs auf David Krützkamps Debütalbum “Zwischenräume” werden diese Momentaufnahmen festgehalten. Mal klingt das verträumt, mal sehr leise und bedächtig und manchmal schleichen sich von hinten ganz unvermittelt experimentelle Klänge an. Die Räume, die durch Delay und Hall entstehen, die billigen Sounds aus rumpeligen Drum-Machines und die melancholischen Töne, die bei einer Melodika scheinbar automatisch eingebaut zu sein scheinen – sie geben den zehn Stücken Halt und Tiefe. So entsteht eine Welt zwischen Folk und Pop, zwischen großen Klangwänden und kargem Minimalismus. Bis die Bilder verblassen.

When the day ends, only pictures remain. Pictures everybody has seen before. Pictures that require a closer look to see what’s special about them. Pictures soon forgotten. David Kruetzkamp’s debut album “Zwischenraeume” takes these snapshots and puts them into songs. Being held together by subtle acoustic guitar and densely layered soundscapes, these ten pieces create a world in itself. A world that finds beauty in melancholia and silver linings in sadness. Until all pictures fade away.